Beschreibung
Historische Sammlerwaffe aus gepflegtem Vorbesitz im Originalzustand. Nummerngleich, sehr schöner Zustand.
Mosin Nagant M1891/30 – Kaliber 7,62 × 54R – Baujahr 1936 – nummerngleich
Diese Mosin Nagant M1891/30 im Kaliber 7,62 × 54R aus dem Herstellungsjahr 1936 ist ein besonders interessantes Exemplar eines der bedeutendsten Militärgewehre des 20. Jahrhunderts. Die historische Repetierbüchse befindet sich in einem sehr schönen, originalen Erhaltungszustand und ist nummerngleich, was sie insbesondere für Sammler historischer Ordonnanzwaffen attraktiv macht.
Besonders charakteristisch sind die erhaltenen sowjetischen Stempelungen. Neben dem Hammer-und-Sichel-Emblem trägt die Waffe den Pfeil im Dreieck, das ab 1928 verwendete Fabrikzeichen des staatlichen Waffenwerks Ischewsk (Izhevsk). Damit lässt sich das Gewehr eindeutig einem der wichtigsten sowjetischen Produktionsstandorte für Mosin-Nagant-Gewehre zuordnen.
Technische Daten der Mosin Nagant M1891/30
- Modell: Mosin Nagant M1891/30
- Herstellungsjahr: 1936
- Hersteller / Arsenal: Ischewsk / Izhevsk, Sowjetunion
- Kaliber: 7,62 × 54R
- Funktionsprinzip: manuelle Repetierbüchse
- Verschluss: Zylinderverschluss mit Drehverriegelung
- Magazin: fest eingebautes Kastenmagazin
- Magazinkapazität: 5 Patronen
- Lauflänge: ca. 730 mm
- Gesamtlänge: ca. 1.230 mm
- Gewicht: je nach Ausführung ca. 3,9–4,0 kg
- Visierung: mechanische offene Visierung mit verstellbarer Kimme und Korn
- Schaft: klassischer militärischer Vollschaft aus Holz
- Stempelungen: Hammer und Sichel sowie Pfeil im Dreieck
- Seriennummern: nummerngleich
- Zustand: sehr schöner, originaler Erhaltungszustand
Mosin Nagant M1891/30 – Geschichte eines legendären Militärgewehrs
Die Geschichte des Mosin-Nagant reicht bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Das ursprüngliche Mosin Modell 1891 wurde im Russischen Kaiserreich als neues Ordonnanzgewehr eingeführt und verschoss bereits die bis heute bekannte Patrone 7,62 × 54R.
Nach dem Ersten Weltkrieg, der Russischen Revolution und den Erfahrungen der frühen Sowjetzeit wurde die Konstruktion modernisiert und vereinfacht. Daraus entstand das Modell 1891/30, das 1930 als modernisierte Standardausführung eingeführt wurde. Zu den Änderungen gehörten unter anderem eine überarbeitete Visierung, Veränderungen an verschiedenen Beschlägen sowie Anpassungen für eine rationellere militärische Serienfertigung.
Die reguläre Fertigung des M1891/30 begann 1930. Hauptproduzenten waren die staatlichen Waffenwerke Tula und Ischewsk. Tula stellte das Modell bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs her, während Ischewsk während des Krieges zum mit Abstand bedeutendsten Produktionsstandort wurde. Die großangelegte sowjetische Fertigung des klassischen M1891/30 endete im Wesentlichen 1944/45, wobei Quellen auch geringe spätere Montage- beziehungsweise Restfertigungen nennen.
Das hier angebotene Exemplar von 1936 stammt damit aus der interessanten Vorkriegsproduktion – mehrere Jahre vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion und der extrem gesteigerten Kriegsproduktion ab 1941.
Baujahr 1936 und Ischewsk-Fertigung
Für Sammler sind die Stempelungen sowjetischer Mosin-Nagant-Gewehre von besonderer Bedeutung. Der Pfeil im Dreieck ist das nach 1928 verwendete Fabrikzeichen von Ischewsk und findet sich auf zahlreichen dort gefertigten Mosin-Nagant-Komponenten. Das Hammer-und-Sichel-Motiv gehört ebenfalls zu den charakteristischen sowjetischen Kennzeichnungen dieser Fertigungsperiode.
Das Herstellungsjahr 1936 ist zudem technisch interessant, da diese Zeit in die Übergangsphase von den älteren kantigen beziehungsweise sogenannten Hex-Receivern zu den rationeller herstellbaren runden Systemhülsen fällt. Noch bis 1936 wurden teilweise vorhandene ältere Systemkomponenten verwendet. Die konkrete Ausführung der vorliegenden Waffe sollte daher anhand ihrer Systemhülse bestimmt werden.
Kaliber 7,62 × 54R
Die 7,62 × 54R gehört zu den traditionsreichsten noch heute verwendeten Gewehrpatronen der Welt. Die Randpatrone wurde bereits 1891 für das russische Mosin-Gewehr eingeführt und blieb über Generationen ein bedeutendes russisches beziehungsweise sowjetisches Militärkaliber.
In Verbindung mit dem langen Lauf des M1891/30 bietet die Patrone eine für ein historisches Militärgewehr beachtliche ballistische Leistung. Das Kaliber wurde nicht nur in Infanteriegewehren, sondern auch in Scharfschützengewehren und Maschinengewehren verwendet und besitzt daher eine außergewöhnlich lange militärische Geschichte.
Historische Sammlerwaffe in nummerngleichem Zustand
Gerade bei historischen Militärwaffen ist der Erhaltungszustand für den Sammler von großer Bedeutung. Dieses Mosin Nagant M1891/30 von 1936 überzeugt durch seinen sehr schönen und originalen Gesamtzustand sowie insbesondere durch die Nummerngleichheit.
Die Kombination aus Vorkriegsfertigung, Ischewsk-Stempelung, Hammer-und-Sichel-Symbolik, nummerngleichem Zustand und dem traditionsreichen Kaliber 7,62 × 54R macht dieses Gewehr zu einem attraktiven Stück sowjetischer Militär- und Waffengeschichte.
Fazit
Die Mosin Nagant M1891/30, Baujahr 1936, verkörpert wie kaum ein anderes Repetiergewehr die militärische Geschichte der Sowjetunion in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die robuste Konstruktion, das leistungsstarke Kaliber 7,62 × 54R, die charakteristischen historischen Stempelungen und der schöne Holzschaft verleihen dieser Ordonnanzwaffe ihren unverwechselbaren Charakter.
Das vorliegende, nummerngleiche Exemplar aus Ischewsk in sehr schönem originalem Erhaltungszustand ist daher nicht nur eine klassische historische Repetierbüchse, sondern vor allem ein interessantes Sammlerstück aus der sowjetischen Vorkriegsproduktion.
Ein Stück lagernd. Langwaffe Kategorie C. Der Erwerb erfordert die Vorlage einer Waffenbesitzkarte, oder eines Waffenpasses oder einer Jagdkarte. Kat. C Waffen belegen keinen Platz auf dem waffenrechtlichen Dokument.








