Beschreibung
Gebrauchtwaffe aus gepflegtem Vorbesitz in sehr schönem Zustand mit geringer Schussbelastung.
IWI Jericho 941 – israelische Dienstpistole im Kaliber 9 x 19 mm
Die IWI Jericho 941 im Kaliber 9 x 19 mm zählt zu den bekanntesten israelischen Selbstladepistolen und verbindet eine robuste Ganzstahlkonstruktion mit einem bewährten Verschlusssystem, hoher Zuverlässigkeit und klassischer DA/SA-Abzugscharakteristik. Ursprünglich für den professionellen Einsatz bei Militär, Polizei und Sicherheitskräften konzipiert, entwickelte sich die Jericho 941 seit ihrer Einführung im Jahr 1990 zu einer international bekannten Dienst- und Gebrauchspistole. IWI selbst bezeichnet die Jericho als für militärische und polizeiliche Einsätze ausgelegte Pistolenfamilie.
Technische Daten der IWI Jericho 941
Die klassische Jericho 941 basiert konstruktiv auf dem Grundprinzip der legendären CZ 75, wurde jedoch für die Anforderungen israelischer Sicherheitskräfte weiterentwickelt. Charakteristisch sind der massive Stahlrahmen, der im Rahmen laufende Verschluss sowie das verriegelte Browning-System mit kurzem Rohrrücklauf. Daraus ergibt sich eine ausgesprochen solide Konstruktion mit niedrigem Schwerpunkt und angenehmem Schussverhalten.
Je nach Modellvariante unterscheiden sich einzelne technische Details. Für eine klassische Full-Size-Ausführung im Kaliber 9 x 19 mm sind insbesondere folgende Merkmale typisch:
- Kaliber: 9 x 19 mm
- Funktionsprinzip: halbautomatischer Rückstoßlader mit kurz zurücklaufendem, verriegeltem Lauf
- Abzug: klassisches Double Action / Single Action System (DA/SA), modellabhängig auch SAO
- Lauflänge Full Size: ca. 112 mm / 4,4″
- Gesamtlänge: ca. 207 mm
- Rahmen: Stahl bei den klassischen Modellen; spätere Varianten auch mit Polymerrahmen
- Visierung: robuste offene Visierung; modellabhängig auch verstellbare bzw. Tritium-Nachtvisierung
- Sicherung: je nach Modell als Rahmen- oder Verschlusssicherung ausgeführt
- Magazin: herausnehmbares zweireihiges Magazin
- Kaliber der Jericho-Familie: 9 x 19 mm, .40 S&W und .45 ACP; ursprünglich zusätzlich .41 AE
IWI gibt für die klassische Full-Size-Stahlversion ein Gewicht von rund 1,08 kg an. Die massive Konstruktion ist bewusst auf hohe Belastbarkeit und professionellen Dauereinsatz ausgelegt.
Entwicklungsgeschichte – von IMI zu IWI
Die Geschichte von Israel Weapon Industries – IWI reicht wesentlich weiter zurück als der heutige Firmenname. Bereits 1933 begann die damalige Israel Military Industries beziehungsweise deren Vorgängerorganisation mit der Waffenproduktion im britischen Mandatsgebiet. Nach der israelischen Staatsgründung entwickelte sich IMI zu einem der bedeutendsten israelischen Rüstungsunternehmen. Aus dieser Entwicklung gingen international bekannte Waffensysteme wie UZI, Galil, Tavor, Negev und Jericho hervor.
Im Jahr 2005 wurde die Kleinwaffensparte von IMI privatisiert und als Israel Weapon Industries – IWI neu organisiert. Die Entwicklung der Produkte blieb dabei stark von den praktischen Anforderungen israelischer Streit- und Sicherheitskräfte geprägt. IWI verweist bis heute auf die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit militärischen Anwendern.
Entstehung der Jericho 941
Die Jericho 941 wurde 1990 noch unter Israel Military Industries (IMI) eingeführt. Als technische Grundlage diente die international bewährte Konstruktion der CZ 75. Das Konzept wurde jedoch an israelische Anforderungen angepasst und auf hohe Funktionssicherheit unter schwierigen Einsatzbedingungen ausgelegt.
Eine Besonderheit der ursprünglichen Jericho erklärt gleichzeitig ihre Modellbezeichnung „941“: Die frühen Pistolen wurden als System für 9 mm Parabellum und .41 Action Express (.41 AE) angeboten. Ursprünglich konnten Anwender durch Austausch entsprechender Komponenten zwischen den beiden Kalibern wechseln. Das Kaliber .41 AE konnte sich am Markt allerdings nicht dauerhaft etablieren und verschwand später weitgehend.
Auf dem amerikanischen Markt wurde die Jericho zeitweise auch unter Bezeichnungen wie UZI Eagle beziehungsweise Baby Eagle angeboten. Trotz der Bezeichnung „Baby Eagle“ besteht technisch keine unmittelbare Verwandtschaft zur wesentlich größeren, gasdruckbetriebenen Desert Eagle.
Behördliche und militärische Referenzen der Jericho 941
Besonders interessant ist die langjährige professionelle Verwendung der Jericho. Nach offiziellen Angaben von IWI wird beziehungsweise wurde die Jericho von israelischen Militär- und Polizeikräften sowie von militärischen und polizeilichen Einheiten weltweit eingesetzt. IWI beschreibt die Pistole ausdrücklich als für militärische und polizeiliche Operationen entwickelt und nach entsprechenden militärischen Standards gefertigt.
Eine besonders bedeutende Referenz ist die israelische Polizei, bei der die Jericho über Jahrzehnte als Dienstwaffe Verwendung fand. IWI nennt darüber hinaus internationale Anwender und verweist unter anderem auf Übernahmen bzw. Verwendung in Chile, Kolumbien, Costa Rica, Georgien, Griechenland, Rumänien, Serbien und auf den Philippinen.
Damit besitzt die Jericho 941 eine echte behördliche Einsatzhistorie und ist keine lediglich militärisch gestaltete Zivilpistole. Gerade die Kombination aus massiver Konstruktion, hoher Zuverlässigkeit, klassischem DA/SA-System und dem weltweit verbreiteten Kaliber 9 x 19 mm machte sie über viele Jahre für Polizei-, Sicherheits- und militärische Anwender interessant.
Fazit
Die IWI Jericho 941 9 x 19 mm ist eine charakteristische israelische Ganzstahlpistole mit einer bemerkenswerten militärischen und behördlichen Historie. Ihre konstruktiven Wurzeln in der CZ-75-Plattform verbinden sich mit israelischer Weiterentwicklung und einer Auslegung für harte Einsatzbedingungen. Der massive Stahlrahmen sorgt für ein sattes Handling und reduziert durch sein vergleichsweise hohes Eigengewicht den subjektiv wahrgenommenen Rückstoß.
Für Sammler und Liebhaber klassischer Dienstpistolen ist die Jericho 941 insbesondere wegen ihrer israelischen Herkunft, der langen Verwendung bei Polizei und Sicherheitskräften sowie ihrer Verbindung zur traditionsreichen IMI/IWI-Entwicklungsgeschichte interessant. Sie repräsentiert eine Epoche israelischer Waffenentwicklung, aus der auch international bekannte Systeme wie UZI, Galil, Tavor und Negev hervorgegangen sind.
Ein Stück lagernd. Pistole Kategorie B. Für den Erwerb ist eine Waffenbesitzkarte oder ein Waffenpass erforderlich. Kat. B Waffen belegen einen Platz auf dem waffenrechtlichen Dokument.







